Erfahrungen Stadtführer Gut zu Wissen

Aufkleber_Gut-zu-wissen_DruckLeitfaden zur Erstellung eines alternativen Stadtführers

(13 Punkteplan)

1) Inspiration
Waldstadt Eberswalde, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung und regional handwerkliche Läden geben den Impuls für ein Werkzeug / Hilfsmittel, welches den Eberswalder Sternen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung geben wird.

In unserer Stadt tut sich viel: Auf der einen Seite entstehen viele kleine neue Initiativen und Orte die aus unserer Sicht für den Wandel stehen. Gleichzeitig sind solche Orte des Wandels seit langer Zeit schon hier; wieder andere kämpfen um ihr Überleben. Für uns ist der Stadtführer ein Hilfsmittel um den Eberswalder Sternen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zu geben.

Auch haben wir uns umgetan und andere tolle Stadtführer Projekte im deutschsprachigen Raum gefunden und uns von Ihnen inspirieren lassen; wie z.B. der von BluePingu der Transition Initiative in Nürnberg.

2) Auflisten der Sterne
(welche Läden, Initiativen … gibt es schon in der Stadt? wie lassen sich diese zuordnen?)

Zuerst geht also darum in Listen zu sammeln, welche Sterne eigentlich vorhanden sind: Hier war uns wichtig, dass wir auch solche Sterne finden, die zwar Nachhaltigkeit und Wandel in ihrem Zusammenhang nie nennen aber das schon immer leben oder über Generationen weitergeben – wie z.B. kleine Reparaturbetriebe oder Gebrauchtwarengeschäfte. Hier haben wir viel recherchiert: Und ehrlich, wir kannten auch nicht alle Sterne.

3) Zuteilung in individuellen Kategorien
(sozial, ökologisch, kulturell, handwerklich, …)

Soviele Sterne auf einmal brauchen Bilder in die sie zusammengeführt werden können – so sind unsere Kategorien entstanden. Pro Kategorie haben wir eine Art Kriterien entwickelt, damit klarer wird wer aufgenommen wird und wer nicht. So z.B. für die Kategorie Garten: „Du findest hier Gärten, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden und Dir die Möglichkeit geben, zu gärtnern, dich dadurch selbst mit (regionalen und Bio-) Lebensmitteln zu versorgen und Dich zu erholen. Du kannst hier mit Hilfe anderer Leute Fähigkeiten (z.B. Obstbäume schneiden) erlernen, die Dir beim Gärtnern nützlich sein können.“

4) Adressen der zu erwähnenden Sterne zusammentragen

5) Besuch bei den zu erwähnenden Läden und Initiativen.

  • hier emfhielt sich zuvor ein Positons- oder Ideenpapier zu entwerfen
  • so haben die Ladenbetreiber einen Bezug und im besten Fall auch Kontaktdaten zur kreativen Gruppe.
  • vereinzelt Fotos schießen für die bebilderte Aufmachung der Broschüre
  • wir haben uns eine Art Einverständnis zur Aufnahme in den Stadtführer geben lassen

6) Grafikerin

  • kennen oder Logo entwerfen lassen und in Rücksprache mit der Grafikerin bleiben.
  • Ideen und Vorschläge zur Gestaltung der Broschüre teilen.

7) Partner ins Boot holen

Fördergeber suchen und ins Boot holen

Wahrscheinlich braucht man dazu einen gemeinsamen Verein; da wir als wandelBar selbst keinen hatten haben wir das über die Kooperation mit unserem Mitherausgeber Alnus e.V. gelöst. Wir haben zur Förderung auch mit der Stadt gesprochen, das klappt sicher auch, wenn andere Verwaltungen etwas offener sind und nicht erklären, dass sie aus juristischen Gründen uns mit einem solchen Projekt nicht unterstützen können.

Letztendlich haben wir eine Förderung über einen Agenda 21-Topf für Umweltinitiativen gefunden, der uns Druck-, Grafik- und Webkosten finanziert hat.

Ggf. Medienpartnerschaft mit Lokalzeitung starten, die dann Auszugsweise den Stadtführer veröffentlicht (z.B. als Reihe mit je einer Kategorie). Hat bei uns gut geklappt, da sich ein junger Journalist mit eingebracht hat und selbst noch Interviews geführt hat.

8) Anträge schreiben, Kostenplan aufstellen

Das war zum Glück relativ einfach und unbürokratisch.

9) Druckformat

sich über das Format klarer werden: gedruckte Broschüre, Heft, Ringblock oder auch online auf
einer Homepage eine Karte einrichten. Wir haben für die Webseite frei verfügbare Plugins (WordPress „GEO Mashup“) verwendet und minimal angepasst; der Stadtführer selbst ist in unserer normalen WordPress-Seite integriert; siehe stadtfuehrer-eberswalde.de

10) Stadtrundgänge

Kontakt mit dem Stadtwandel-Projekt aufnehmen und überlegen ob es Sinn macht Stadtrundgänge mit anzubieten.

11) heiße Phase: alle Kräfte mobilisieren – alles zusammentragen (vielleicht mit Hilfe eines/einer Praktikanten/in).

Bedeutet: alle Infos zu jedem Eintrag sammeln, ggf. Fotos und kleine Texte schreiben.

12) publizieren

  • Welche Verteilmöglichkeiten der Broschüre gibt es neben den Läden selbst?
  • öffentliche Verteiler der Stadt
  • ist die regionale Presse bereit, die Broschüre mittels Zeitungen auszutragen?
  • richtet die regionale Presse eine Rubrik zur Sterne-Vorstellung ein?

13) Nach dem Bearbeitungsprozess es zur Fete kommen lassen
– alle einladen, die mitwirkten, mitförderten, mitverteilten & Interesse am Wandel haben

Downloads

  • PDF-Variante des Stadtführers [PDF,10MB]
  • Vorlage Eintrag ändern / neu [PDF] [ODT]