Gartentagebuch (Mai 2012)

Das Gartentagebuch

Dies ist das Gartentagebuch der GärtnerInnen des Gemeinschaftsgartens „zusammenWachsen“. Von Zeit zu Zeit wollen wir hier berichten vom Wachsen & Werden in unserem Garten. Wir freuen uns, wenn ihr in Gedanken teilhaben könnt an unserem „Erlebnis Garten & Gemeinschaft“!

Ein Hinweis: Der aktuelle Beitrag steht hier immer an oberster Stelle, danach folgen ältere Einträge.

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17. Mai 2012

„Bohnen legt man…“

Auch zum Freiwilligentag waren wieder viele fleißige Hände im Gemeinschaftsgarten zusammenWachsen am „grünen Werk“. Dazu gehörten zum Einen die Gärtner und Gärtnerinnen, die bereits in den letzten Wochen vor Ort die vormals mit Quecken bestandenen Gartenareale mit Tatendrang, Kraft und Geduld von zähem Wurzelgeflecht befreit und in Beete verwandelt hatten. Zum Anderen gesellten sich neue Mitaktive dazu, u.a. eine Gruppe gartenlustiger Eltern und Kinder vom Eltern-Kind-Zentrum und SeniorInnen vom Gemeindezentrum im Brandenburgischen Viertel. Gemeinsam wurde auf den zur Verfügung stehenden Flächen umgegraben und Unkraut gejätet, es wurden Erdbeerpflanzen umgesetzt und Gemüsesamen ausgebracht.

So wurden wir von Lydia, einer unserer rüstigen Seniorinnen im Gärtnerteam, u.a. belehrt darüber, dass Bohnen bitteschön g e l e g t werden. In diesem Sinne wurden denn auch zum Eberswalder Freiwilligentag zunächst einmal Bohnen gelegt. Lydia hatte Stangen aus dem Fachmarkt mitgebracht. Und zwei Tüten der „Neckarkönigin“, so der Name der von ihr gewählten Sorte Stangenbohne. Zu Lydia’s Freude ging ihr Andy beim Stangenbau zur Hand, so dass die Sache schnell erledigt war. Im Anschluss erhielten Andy und ich von Lydia die Lektion dazu, w i e denn nun die Bohnen gelegt werden. Ihre Schüler befolgten alle Anweisungen ordnungsgemäß, d.h. die Bohnen wurden zu sechst im Kreis in etwa 2cm tiefe Löchlein gesteckt, welche dann gut verschlossen wurden…

Ja ja, die Gartenweisheiten unserer „Golden Girls“ Lydia und Johanna sind einfach Gold wert! Auch Brigitte und Tabea bringen viel Gartenwissen mit, speziell zum biologischen Gärtnern. So hatte Brigitte heute z.B. Regenwürmer in der Dose im Gartengepäck, die sie zuvor auf einem Grundstück unweit des Gartens gesammelt hatte. Die Würmer haben mittlerweile ein neues Zu Hause auf Brigittes und Tabeas Beet gefunden und danken es sicher in naher Zukunft mit einem wunderbaren Krümelgefüge J. Ella und Jeremy haben indes Brokkoli und Blumenkohl gesät, die sie am liebsten mit in Butter gerösteten Croutons essen. Diese und andere Leckereien vor dem geistigen Auge schauen die Gemeinschaftsgärtner ihrer Ernte entgegen. Dabei haben wir zumindest bereits Erdbeeren naschen können, die zu unserem Erstaunen teilweise schon rot leuchten.

Hervor aus der Erde schauen auch die kleinen Spinatblättcher, Karotten, Radieschen & co. Daneben leuchten in violett unsere Primeln, die wir geschenkt bekommen haben. Und die kleinen Sonnenblumen werden groß. Vornehmlich allerlei Blumen hat Frank auf seinem Beet im Garten ausgesät.

Auf das bunte Miteinander von Blumen und Gemüse dürfen wir gespannt sein…

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01. Mai 2012

Geschenktes Gemüse, emsiges Graben, fleißiges Gießen, süße Genüsse & Geschichten aus dem Leben – der Auftakt in die gemeinschaftliche Gartensaison

Der Presserummel um den Gartenauftakt hat sich nun wieder gelegt. Und nun endlich finden wir Zeit für die ersten Zeilen im Gartentagebuch. Ich, Kati, wage an dieser Stelle mal den Anfang.

Am 20. und 21. April 2012 haben wir unseren Garten im Brandenburgischen Viertel (BBV) in Eberswalde bezogen. Wir – das sind bisher etwa 15 BewohnerInnen des BBV und der Stadt Eberswalde. Unsere Jüngsten sind Jeremy (4) und Josefine (7). Die Ältesten unter uns sind die beiden garten- und lebenskompetenten Damen Johanna Lienert und Lydia Beem.

Unser Garten besteht genau gesagt aus verschiedenen kleineren Flächen, die wiederum zum ALNUS- bzw. Studierenden-Garten im BBV gehören und sich auch dort befinden, nämlich an der Ecke Schorfheide -Beeskower- Straße. Hier wurden wir von den studierenden MitgärtnerInnen herzlich & unkompliziert aufgenommen. Dafür sind wir dankbar!

Die insgesamt … m² unserer Gesamtgartenfläche haben wir, das Gemeinschaftsgarten-Team, aufgeteilt in eine grundsätzlich gemeinschaftliche Fläche, kleinere Einzelbeete und sozusagen „Überraschungsbeete“, also Bereiche, die derzeit noch den Anbau- und Gestaltungswünschen aktiver Gartenfreunde harren.

Zu den Auftakttagen haben wir vor allem gegraben, was das Zeug hält, und das – großzügiger Weise vom Bildungswerk Buckow e.V. gespendete – Saat- und Pflanzgut in die Erde gebracht. Daraufhin haben wir uns nun schon mehrmals wieder im Garten getroffen, fleißig weiter geackert und beim Picknick zwischendurch mitgebrachte Köstlichkeiten genossen, aus dem Leben geplauscht und Ideen geschmiedet.

Während die Kleinen unter uns z.B. die Untiefen des Gartenteiches ergründen, Freifahrten im Gartentaxi „Schubkarre“  genießen und kräftig wie unnachgiebig zu Spaten und Grabegabel greifen, lernen wir alle zusammen so diese und jene Fertigkeit voneinander. So lehren uns Frau Lienert und Frau Beem immer wieder – mit mal mehr, mal weniger Geduld J – das ordnungsgemäße Präparieren der Beete, und dass man doch bitte nicht mehr über das fein hergerichtete Beet rennt, weil dann alles wieder festgetreten wird! In dieser Hinsicht können wir uns übrigens auch vieles von den Studierenden abschauen, die ringsherum auf ihren Beeten ganz ordentlich gärtnern!

Jedenfalls haben wir alle erstaunlich schnell begriffen, so dass nun jeder nach Möglichkeit genau darauf achtet, sich auf den vorgezeichneten Wegen entlang der Beete zu bewegen. Und Frau Lienert wie auch Frau Beem haben wiederum sehr schnell verstanden, dass wir auch ohne „Feldwebel-Kommando“ ganz gut „hören“ J…

In diesem Sinne vernehmen wir auch regelmäßig die mahnenden Stimmen unserer Seniorinnen, welche die „Qual mit den Quecken“ beklagen. „Die müssen alle ‘raus, sonst wird das nüscht hier!“

Den Gieß-Dienst haben bisher Jeremy, Andy, Stefanie und Reni ganz gewissenhaft übernommen. Allerdings haben wir bisher keinen Wasseranschluss und haben uns zum Gießen am Teichwasser bedient – und das sollten wir nicht, wie uns gestern mitgeteilt wurde. Der diesbezüglichen Ermahnung der Studierenden kommen wir natürlich nach. Doch stellt sich uns sich nun die Frage, wie wir bis zum Anschluss des Wassers unsere Pflänzchen wässern können. Schließlich ist es in den letzten Tagen sehr schön sommerlich warm gewesen – der Boden folglich trocken.

Neben dieser Angelegenheit überlegen wir gerade, Förderanträge zu stellen und so Mittel für Geräte sowie Saat- und Pflanzgut zu generieren. Außerdem haben wir die Idee bald ein Kinderfest mit Pflanzaktion und Lagerfeuer zu veranstalten. Dafür werden nun u.a. Tetrapaks gesäubert und gesammelt. Und Reni zieht schon einmal Kräuter-Pflänzchen heran. Mehr dazu gibt es hier in Kürze zu lesen!

Bis dahin grüne Grüße

Das Gartenteam.

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